header.jpg typo.jpg
    StartseiteStartseite KontaktKontakt SitemapSitemap ImpressumImpressum

Was Sie vor einer Psychotherapie wissen sollten!

Es gibt viele verschiedene psychotherapeutische Verfahren, von denen für eine Behandlung auf Kosten der (gesetzlichen) Krankenkassen in Deutschland bisher nur wenige zugelassen sind. Bisher dürfen im Rahmen der Kassen-Psychotherapie nur folgende Verfahren angewendet werden:
  • Psychodynamische Psychotherapie (als analytische oder tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie)
  • Verhaltenstherapie
Im Rahmen der sog. Kassenpsychotherapie (auch Richtlinienpsychotherapie genannt) muss die Psychotherapie nach den Erstsitzungen bei der Krankenkasse beantragt und von dieser genehmigt werden. Das gilt für Kurzzeit- und Langzeitpsychotherapien. Daneben sind seit 2007 auch psychotherapeutische Gespräche (z.B. zur Krisenintervention nach Abschluss einer Psychotherapie) ohne speziellen Antrag in begrenztem Umfang möglich. Der behandelnde Therapeut schreibt im Regelfall einen anonymisierten Bericht über Sie und die geplante Behandlung, der als Grundlage für eine gutachterliche Stellungnahme dient. Die Krankenkasse ist bei ihrer Entscheidung an das Votum des Gutachtens gebunden.

Die Krankenkasse kann eine Psychotherapie nur bewilligen, wenn sie
  • zweckmäßig
  • notwendig und
  • wirtschaftlich ist.
Dazu müssen Störungen von Krankheitswert vorliegen und die Behandlung muss Aussicht auf Erfolg haben. Die Einzelheiten der Behandlung werden in den bundeseinheitlich geltenden Psychotherapie-Richtlinien geregelt.

Wenn Sie privatversichert sind, richtet sich die Kostenerstattung nach dem von Ihnen abgeschlossenen Tarif. Hier gibt es große Unterschiede zwischen den verschiedenen Versicherungsgesellschaften und Tarifen. Bitte beachten Sie: Wenn Sie früher schon einmal eine Psychotherapie gemacht haben, ist ein Wechsel in eine private Krankenversicherung oft nicht oder nur gegen einen erhöhten Risikobeitrag möglich. Auch der Abschluss einer späteren Berufsunfähigkeitsversicherung kann nach einer psychischen Erkrankung erschwert sein.

Wenn Sie eine Psychotherapie beginnen möchten, vereinbaren Sie während meiner Telefonsprechzeit zunächst einen Termin zum Erstgespräch (Psychotherapeutische Sprechstunde). Alle Kassenpsychotherapeuten/innen sind seit 01.04.2017 verpflichtet, jede Woche Sprechstunden abzuhalten, auch wenn sie keine freien Therapieplätze haben. Diese Sprechstunde dient der ersten diagnostischen Abklärung und Beratung, ob und welche Psychotherapie im Einzelfall sinnvoll ist oder ob andere Maßnahmen besser geeignet sind. Falls notwendig erhalten sie im Anschluss bis zu 2 weitere Sprechstundentermine. Wenn eine weitere Behandlung in der Praxis möglich ist, werden danach mindestens 2 sogenannte Probatorische Sitzungen vereinbart, bevor eine Beantragung bzw. Anzeioge der geplanten Therapie bei Ihrer Krankenkasse erfolgt.

Bitte haben Sie Verständnis dafÜr, dass Sie nur während unserer Telefonzeiten die Sprechstundentermine vereinbaren können. Wegen der Vielzahl von Anfragen, kann ich Sie leider nicht zurückrufen. Auch eine Auskunft per Email ist in der Regel deshalb nicht möglich. Psychotherapeutische Praxen haben meist keine Angestellten, die die Anmeldung und andere Arbeiten übernehmen. Der Grund liegt darin, dass die Psychotherapie - anders als viele ärztliche Leistungen - vom Praxisinhaber persönlich erbracht wird und in der Regel nicht an Angestellte delegiert werden darf.

Wenn Sie in einer gesetzlichen Krankenkasse versichert sind, bringen Sie zum Erstgespräch Ihre Krankenversicherungskarte mit. Zuzahlungen für Psychotherapie gibt es im Rahmen der Kassenpsychotherapie nicht. Aber: Wenn Sie zu einer vereinbarten Therapiestunde nicht erscheinen oder kurzfristig absagen, verlangt der Therapeut in der Regel eine Ausfallgebühr, die Sie selbst bezahlen müssen. Die genauen Bedingungen (Höhe, Fristen der Absage etc.) werden zu Behandlungsbeginn vereinbart.

Weitere Informationen zur Psychotherapie finden Sie auch auf der Webseite der
Psychotherapeutenkammer Hamburg in der Rubrik "Für Patienten und Ratsuchende". Die Kammer hat auch die Berufsaufsicht über die Approbierten Psychotherapeuten/innen und ist Anlaufstelle für eventuelle Schlichtungswünsche und Beschwerden.

Zum Schluss noch ein Hinweis: Wenn Sie trotz intensiver Suche keine(n)Psychotherapeutin/en mit freien Behandlungsplätzen finden, haben Sie unter bestimmten Umständen das Recht, auch die Behandlungskosten in einer Privatpraxis von Ihrer Krankenkasse erstattet zu bekommen (Kostenerstattung nach 13.3 SGB V), wenn dieser Behandler approbiert ist und über die entsprechende Fachkunde verfügt. Eine Broschüre mit weiteren Hinweisen hierzu finden Sie auf der Webseite der Bundespsychotherapeutenkammer

zurück zum Seitenanfang

 
Design by design byJulian Gieseke